Hier können Sie sich über die Ortsgeschichte informieren!

Die Ortsgeschichte von Alt-Espelkamp hält interessante Einblicke parat. Wer sich umfangreicher mit der Geschichte unserer Ortschaft und den dort lebenden und gelebten Menschen beschäftigen möchte, findet in unserem Chronikraum im Dorfgemeinschaftshaus einen großen Fundus an Zeitungsausschnitten, Karten, Fotos und anderen Sammlungen. 

Im Laufe des Jahres finden einige Veranstaltungen zur Ortsgeschichte statt. Die Dorfgemeinschaft, die Chronikgruppe Alt-Espelkamp, die Stadtführer Espelkamp, der Geschichtskreis Espelkamp und andere Personen oder Institutionen laden regelmäßig zu Vorträgen, Führungen und Ausstellungen u.a. ins DGH ein.


Chronikgruppe Alt-Espelkamp

Wo? Dorfgemeinschaftshaus (Chronikraum)
Was? Geschichte Alt-Espelkamp
Geöffnet: jeden Mittwochnachmittag, von 14.30 Uhr – 17.00 Uhr und nach Absprache

Zweck der Chronikgruppe ist es, die naturgegebene und geschichtlich gewordene Eigenart von Alt-Espelkamp und ihrer Umgebung zu erhalten und sinnvoll weiterzuentwickeln. Die Gruppe tritt für die Erhaltung, Pflege und Verschönerung des landschaftsgebundenen Gesamtbildes ein. Auf dem Gebiet der Geschichte, Altertums-, Volks- und Heimatkunde will die Gruppe Sammel- und Forschungsarbeit leisten und das Wissen darüber in der Öffentlichkeit verbreiten, um das Interesse für die gesamte Heimatpflege in der Bevölkerung zu wecken.


Ortsgeschichte in Kürze

Am 1. April 1910 wird Espelkamp aus Großendorf ausgegliedert und wird eine selbstständige Gemeinde im Amt Rahden. Der Ortsteil Espelkamp-Mittwald entwickelt sich zügig auf den Resten einer Heeresmunitionsanstalt. Als 1959 Espelkamp-Mittwald (heute Bereich Espelkamp Zentrum) das Stadtrecht erhält, bürgert sich für das restliche Gebiet Espelkamps der Begriff Alt-Espelkamp oder Dorf-Espelkamp ein. Weiterhin bildet aber das Dorf Espelkamp mit Espelkamp-Mittwald gemeinsam die Stadt Espelkamp im Amt Rahden. Mit 3.756 gegen 234 Stimmen entscheidet sich die Bevölkerung Espelkamps 1960 gegen eine Trennung Alt-Espelkamps von der Stadt Espelkamp. 1966 wird Espelkamp amtsfrei und im Zuge der Gebietsreform am 1. Januar 1973 deutlich vergrößert. Alt-Espelkamp bildet seitdem unter der Bezeichnung Altgemeinde Espelkamp einen Ortsteil.

GOV – Geschichtliches Ortsverzeichnis
http://www.gov.genealogy.net/item/show/ESPNDEJO42HJ

Die Altgemeinde Espelkamp hat in den letzten Jahrhunderten eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Und damit auch die Menschen, die hier wohnten. 

Vor Tausend Jahren gehörten wir zum Volk der Sachsen. Genauer gesagt zum Stamm der Angrivarier. Mit dem Sieg Kaiser Karl’s des Großen über die Sachsen und der Christianisierung der germanischen Stämme ab dem Jahre 785, wurden wir ein Teil des Herrschaftsgebietes im neu gegründeten Bistum Minden. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (962-1806) gehörten wir zum Raum Minden-Ravensberg. In diese Epoche fällt aber mit dem 30-jährigen Krieg (1618-1648) auch eine Zeit, in der unser Land von Schweden und anderen Truppen belagert sowie gebrandschatzt wurde. Nach dem Westfälischen Frieden von 1648 in Münster, wurde das Fürstbistum Minden dem Kurfürstentum Brandenburg zugeschlagen. Als dann 1806/7 Napoleon schon damals die „Idee vom vereinten Europa“ verwirklichen wollte und auch gleich bis Moskau durchmarschierte, gehörten wir als Königreich unter einem französischen König namens Jerome, dem Bruder Napoleons zum Kaiserreich Frankreich! Diese sogenannte „Franzosenzeit“ dauerte von 1807 bis 1814. Auf dem Wiener Kongress sind wir im Jahr 1815 zusammen mit der Provinz Westfalen dann dem Königreich Preußen zugeschlagen worden. Preußische Landsleute waren wir dann bis zum Ende des 2. Weltkrieges und der anschließenden Gründung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Welches zunächst zur Britischen Besatzungszone zählte und dann nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland eines seiner Bundeländer wurde. Seit 1958 dürfen wir uns auch als Bürger der Europäischen Union betiteln.


Jahr 1229 – Ersterwähnung »Espelkamp«

Bischof Konrad von Minden bekundet 1229 den Verkauf des Zehnten in Twiehausen an das Kloster Levern durch Berno von Lavelsloh.

Urkundensignatur: LAV NRW W Stift Levern, Urkunden Nr. 16; Transkription gedruckt in: Westfälisches Urkundenbuch VI S. 52 Nr. 192

Bild-Quelle

Regest:

Bischof Konrad von Minden bestätigt den durch Berno von Lavesloh getätigten Verkauf des Zehnten in Twiehusen für vier Mark an das Kloster Levern, den der Ritter Heinrich und Wichmann, Bruder des Propstes, von Berno zu Lehen erhalten. Berno und Heidolf von Lavesloh versprechen in die Hände des H. de Manen, des R. Lupus, des A. von Offelten und des M. von Beckum, Ritter der Bischofs, dass Berno den Zehnten seinem Lehnsherrn T. von Espelkamp resignieren wird.

Urkundlich wurde der Name „Espelkamp“ somit bereits 1229 von Bischof Konrad von Minden genannt in Zusammenhang mit dem Ritter Thethard von Espelkamp. Als Ministerialen (Ritter) der Tecklenburger Grafen werden die Herren von Espelkamp aufgeführt, deren Rittersitz auf der in Espelkamp liegenden Ratzenburg zu suchen ist.


Gedenkstein

Espelkamp seit 1229

Chroniktafel

Ortsgeschichte – Navigation

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